Typische Herausforderungen

Typische Fehler oder Herausforderungen fassen wir in dieser Kategorie zusammen.

Live Übertragung mit geringer Latenz

Übertragung mit geringer LatenzDie zeitliche Verzögerung zwischen dem realen Geschehen vor der Kamera und der Anzeige auf dem Bildschirm des Zuschauer wird "Latenz" genannt.

Viele Kunden nennen dies auch "Delay" oder "Echtzeit Übertragung". Wichtig ist dies bei Liveübertragungen mit Rückfragen von anderen Standorten, für Online-Auktionen, Versteigerungen, etc.

Die Latenz beim Streaming entsteht im wesentlichen an 3 Punkten:
1) Live-Encoder vor Ort: 0,1 bis 5 Sekunden
2) Streamingserver: 0,1 bis 5 Sekunden
3) Videoplayer ca. 4 bis 30 Sekunden per HTML5
(und per Flash- und VLC-Videoplayer ca. 0,1 bis 4 Sek.)

Lösung für Punkt 1: Live-Encoder vor Ort
Ihre Livebild wird vom Live-Encoder verarbeitet und an den Streamingserver geschickt. Ein Hardware-Encoder ist in der Regel sehr schnell (0,1 - 1,5 Sek.). Software Live-Encoder wie Wirecast oder OBS können auf 0,1 bis 0,5 Sek. konfiguriert werden.

Lösung für Punkt 2: Streamingserver
Wir können die Bufferzeiten auf dem Streamingserver auf ca. 0,1 Sek. reduzieren. Zu empfehlen ist eine Bufferzeit von mind. 0,5 Sek. Im Fall einer Übertragung von Ihnen zum Streamingserver per LTE sollte mind. 1 Sekunde konfiguriert werden um der Latenz Datenpakete und mobilem Packetloss gerecht zu werden. Im Fall einer Satellitenübertragung (Sendewagen) sind 2 Sekunden Buffer zu empfehlen. Diese Konfiguration nehmen wir für Sie vor!

Lösung für Punkt 3: Player
Der Videoplayer im Browser kann von uns für eine Latenz für Streaming per HTML5 HLS auf ca. 4 bis 10 Sekunden eingestellt werden. Der Wert ist variabel je nach Browser, Mobilgerät, etc. Daher werden manche Zuschauer dennoch z.B. 30 Sek. Versatz haben.

Die Latenz im Flashplayer können wir auf bis zu 0,1 Sek. reduzieren! Dies führt jedoch schnell zu Hängern und "Stottern" in der Wiedergabe sobald irgendetwas nicht 100% sauber läuft. Beispielsweise aktualisiert Ihre Mailsoftware die Mails oder Ihr Virenkiller startet ein Update. Oder ein anderes Gerät im gleichen Netzwerk verwendet mehr Bandbreite - es wird dann sofort sichtbar im Bild.  Wir empfehlen daher 1 Sek. Buffer.


Fazit: Soweit es an uns liegt, können Sie mit einer Verzögerung von unter 1 Sekunde übertragen. Das entspricht beispielsweise einer Skype-Verbindung.
 Auf die verfügbare Playertechnologie im Browser des Zuschauers haben wir jedoch keinen Einfluss. Hier steht heutzutage oft nur HTML5 HLS zur Verfügung um über 99% der Zuschauer zu erreichen! Für diese sind 4-10 Sekunden Latenz realistisch. Je mehr wir diese Werte weiter reduzieren, je mehr Zuschauer werden einen stockenden Livestream oder Nachladezeiten erleben.

 

Was Sie erwarten können:

Bei einer Standard-Konfiguration:
Die normale Latenz von Livestream auf allen unseren Accounts beträgt ca. 12 - 25 Sekunden per HTML5 Video.

Bei einer Konfiguration für geringe Latenz:
In der Summe lässt sich die Übertragungs-Latenz für die breite Masse der Zuschauer auf 4-10 Sekunden reduzieren. Für den Flashplayer sogar auf ca. 1 Sekunde.

Je nach älterem Browser und/oder Mobilgerät sowie anderen technischen Umständen kann es Abweichungen nach oben geben. Zudem ist die Verzögerung durch den Live-Encoder bei Ihnen vor Ort zu beachten.

 

Warum wird nicht immer für eine geringe Latenz konfiguriert?

Der Streamingserver als auch der Videoplayer verwenden normalerweise eine Bufferzeit. Daten werden vorgeladen um Leitungsschwankungen auszugleichen. Datenpakete werden im Internet nicht 100% gleichmäßig übertragen. Für einzelne Datenpakete beträgt die Übertragungszeit nur 10 ms (Millisekunden) für andere 500 ms (0,5 Sek.). Im Fall einer Verbindung per 3G / UMTS oder LTE (und noch stärker bei einer Satellitenverbindung) kommen manche Datenpakete erst nach 1 bis 2 Sekunden an. 

Durch Bufferzeiten wird dies fast vollständig vermieden! Spät eintreffende Datenpakete werden noch rechtzeitig verarbeitet. Der ist eine gewisse Latenz Absicht und wirkt sich sehr positiv aus.


Was ist notwendig bei Ihnen?

Einstellungen im Live-Encoder ohne die eine geringe Latenz nicht möglich ist:


Alternativen

Um Personen per Bild und Ton direkt kommunizieren zu lassen, werden Konferenz- und Meetingsysteme angeboten. Wie Sie dies mit Streaming kombinieren können lesen sie hier.

 

Typische Livestream-Probleme

Diverse Artikel / Checklisten für bekannte Probleme

Typische Livestream-Probleme

Problem-Checkliste Player und Zuschauer

Bitte achten Sie auf den Unterschied ob die Webseite ein Problem hat ODER ob der Player keinen Stream abrufen kann. Dies ist sehr wichtig um das Problem zu lösen.

Streaming-Lösungsansätze je nach Situation:

1) Kein Videoabruf möglich

2) Videoabruf funktioniert, aber läuft immer ein paar Sekunden und bleibt dann wieder stehen (Nachladen)

3) Videoabruf funktioniert, aber das Bild "ruckelt" und hat kleine Hänger im Bewegungsablauf
Hierfür ist fast in jedem Fall der Live-Encoder zuständig.

4) Ton/Audio ist gestört

5) Probleme mit DVR
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu DVR.

Typische Livestream-Probleme

Problem-Checkliste LIVE-ENCODER

a) Wenn Sie sowohl über die selbe Leitung live senden als auch empfangen (zur Kontrolle), kann unter Umständen die Kapazität der Internetleitung nicht ausreichen. 

Zudem erreicht z.B. ein regulärer DSL-16000 Anschluss oft nicht diese Maximalwerte, sondern sendet und empfängt evtl. real deutlich weniger als die angegebenen Leistung.

Dies betrifft sowohl gängige Internetanschlüsse (DSL, VDSL, Internet per Kabelanschluss, etc.) als auch professionelle Standleitungen (S-DSL, Glasfaser, etc.).

b) Achten Sie auch auf andere Nutzer im selben Netzwerk (z.B. per WLAN) und die Gesamtlast in einem Firmennetzwerk oder VPN. Auch wenn sich während der Übertragung alle anderen Teilnehmer aus dem Internet fernhalten, könnte ein Windows- oder Virenkiller-Update im Hintergrund geladen werden. Ein Mailserver könnte Mails mit größeren Anhängen senden oder empfangen, etc.

Unsere Kunden beobachten bei stark besuchten Veranstaltungsorten (Messe, Stadion, Versammlungen) auch immer wieder, dass ein WLAN (auch ohne Zugangsberechtigung der Gäste) stark gestört sein kann. Ist beispielsweise das WLAN auf "sichtbar" konfiguriert, werden sich die Handys der Menschenmassen ständig versuchen zu verbinden... dies funktioniert ohne Zugangsdaten zwar nicht, kann aber das WLAN Netz und den Routers so stark beeinflussen, dass eine saubere Übertragung von einem Livestream nicht mehr möglich ist.

c) Bei mobilen Verbindungen wie 3G und LTE ist besonders darauf zu achten, das die Verbindung sich ändern kann. An öffentlichen Orten wie einem Messezentrum oder einem Stadion sind die Sendemasten oft besonders schnell mit dem Internet verbunden. Alle Nutzer des Sendemasten teilen sich jedoch dessen Leitungsgeschwindigkeit (vom Masten bis ins Internet).  Beim Testen vor Ihrer Übertragung ist der Datendurchsatz ggf. extrem gut. Wenn jedoch viele Personen im Bereich der Funkzelle ihre Smartphones verwenden, YouTube Videos ansehen, eigene Fotos oder Videos nach Facebook hochladen oder ggf. Ihren Stream vor Ort abrufen kann die Kapazität des Sendemasten schnell überlastet sein. (Hierfür gibt es z.B. bei Vodafone und der Telekom spezielle Verträge, in denen eine priorisierte Nutzung an einem Ort ermöglicht wird.)
Wichtig: in einem solchen Moment ist die Anzeige der Verbindung von Ihrem Gerät bis zum Sendemasten ausgezeichnet! Auf einem Handy werden alle Balken angezeigt. Die mögliche Datenrate der Übertragung ist aber möglicherweise im Bereich von unter einem 1 Mbit/s. 

d) Sie können den Speed der Internetverbindung gut über diese Webseite testen: www.speedtest.net (es gibt auch eine App vom selben Anbieter). Beim Ergebnis der Upload-Rate sollte mind. eine 15% Reserve eingeplant werden. Beträgt die Uploadrate z.B. 2800 kbit/s, sollte im Live-Encoder kein Wert über 2400 kbit/s eingestellt werden.

e) Wenn Sie selbst eine extrem gute Upload-Kapazität zur Verfügung haben, beachten Sie bitte auch die Möglichkeiten Ihrer Zuschauer. Einen Stream von 3000 bis 6000 kbit/s werden viele Zuschauer nicht ohne weiteres abrufen können (beschränkte Verbindungen außerhalb von Ballungsgebieten, mobiler Empfang, Geschwindigkeit des Abspielgerät, ...). Wenn Sie dennoch einen HD-Stream mit top Qualität mit hohen Datenraten verwenden möchten, empfehlen wir verschiedene Stream-Qualitäten parallel zu verwenden. Siehe hier.

Typische Livestream-Probleme

Mikro-Ruckler des Videos im Player

Mit "Mikroruckler" sind keine Nachladezeiten in der Videowiedergabe gemeint. Wenn die Wiedergabe für mehrere Sekunden pausiert um Daten zu laden ist dies kein Mikroruckeln. 

Mikroruckler fallen im laufenden Video oft nur einem Teil der Zuschauer auf. Das Bild bleibt für beispielsweise 0,1 Sek. stehen und läuft dann sofort wieder weiter. Dies kann mehrfach in der Sekunde entstehen oder auch mit längeren Zwischenzeiten bis es erneut auftritt und die Wiedergabe optisch kurz hängt.

Dies ist ein wichtiger Unterschied zu Nachladezeiten, bei denen die Wiedergabe für meistens mehrere Sekunden stehen bleibt um neu Daten zu laden. Bei den Mikrorucklern entsteht das Problem nicht durch Nachladezeiten!

Es gibt typische Gründe für Mikroruckler:

a) Das abspielende Gerät kann den Videostream nicht sauber mit der Framerate des Stream abspielen. (Das heißt es werden nicht alle 25, 30 oder 60 Bilder in der Sekunde ausgegeben die Sie senden, sondern es fallen einige dieser Bilder aus). Dies passiert beispielsweise häufig bei FullHD Streams auf einem alten PC, Mobilgerät oder auch bei aktuellen Android-Geräten der 100 Euro Preisklasse.
In diesem Fall treten die Mirkoruckler nur hier auf, auf einem parallel laufenden anderen Gerät läuft der Stream sauber. Hier liegt es an den schwachen Geräten. Sie können daran nur wenig ändern. Ggf. ist es sinnvoll im Live-Encoder von Profil "Main/Haupt" auf Profil "Baseline/Einfach" zu wechseln.

b) Das Problem kann auch bei allen Zuschauern gleichzeitig (an der selben Videoposition) sichtbar werden, wenn die Bildaussetzer bereits im Videostream enthalten sind. Mögliche Ursachen:

Typische Livestream-Probleme

Livestream mit zeitlichem Versatz (Latenz, keine Echtzeit)

Auf mobilen Geräten und am PC ohne Flashplayer wird für Livestreaming HTML5 HLS oder MPEG DASH verwendet. Dies entspricht dem aktuellen Stand der Technik und hat keine sinnvollen Alternativen.

Die Übertragungstechnik basiert darauf einen Livestream in kleine Videoabschnitte zu "zerschneiden" (vergleichbar kleinen Videodateien). Diese werden übertragen und im Videoplayer ohne sichtbaren oder hörbaren Übergang durchgehend abgespielt.

Diese Abschnitte (Segmente) wurden von Apple (die HLS als erstes eingeführt haben) ursprünglich auf 30 Sekunden definiert und im Standard mehr oder weniger vorgeschrieben. Wir reduzieren die Länge der Segmente bereits je nach Account auf 5 bis 15 Sekunden.
Der Livestream muss daher nach dem Start im Live-Encoder bereits ca. 10-20 Sekunden übertragen werden, bis der erste Abschnitt fertig zur Verfügung steht und an den Player übertragen werden kann. Der Stream hängt dann ca 5-20 Sekunden der Realzeit hinterher (Latenz). Ggf. bis zu 60 Sekunden je nach Konfiguration.

Lösung: wir können die Länge der Segmente für Sie optimieren. Dies reduziert die Latenz deutlich - muss aber besprochen werden.

Der Livestream ist erst nach 10-30 Sekunden nach Beginn der Liveübertragung abrufbar

Siehe vorheriger Punkt. Im Fall von DVR kann sich diese Zeit auf 1-2 Minuten verlängern. Wichtig zu beachten: dies betrifft nur die Zeit direkt nach dem Sie "live gehen". Abrufe von allen später folgenden Zuschauern sind dann sofort möglich.

Wir empfehlen generell einen Livestream bereits 10-15 Minuten vor dem offiziellen Beginn einer Veranstaltung zu starten. Zeigen Sie ggf. ein Standbild mit der Angabe wann Sie offiziell starten, filmen das leere Rednerpunkt oder eine Uhr, stellen die Kamera vielleicht unscharf und Audio aus, etc. 

Mehr Informationen zur Übertragung mit geringer Latenz

Typische Livestream-Probleme

PowerPoint oder Präsentation übertragen

Sie können Ihre Präsentation (z.B. vom Redner per PowerPoint) als Video übertragen.

Hierfür greifen Sie beispielsweise das Signal welches zum Beamer geht als Video ab. (DVI, HDMI, etc. per Videograbber - so wie auch das Bildsignal von Ihrer Kamera). 

Gibt es keinen Redner, sondern Sie präsentieren online direkt am PC können Sie die Präsentation auch direkt vom Bildschirm "abfilmen" - beispielsweise per OBS.

Beide Variante erlauben die Bildkomposition, in der Sie z.B. den Sprecher als verkleinerten Ausschnitt in der Ecke platzieren oder zwischen dem Vortragenden und der Präsentation als Komplettbild wechseln. Beliebt ist auch die Teilung des Bildes, wenn die Folien entsprechend gestaltet wurden.

Es gibt auch Kunden die die Powerpoint als separates Video parallel übertragen. (Sowie Lösungen die Grafiken statt der Präsentation auf der Webseite zeitlich gesteuert anzeigen.) Hiervon würden wir in der Regel abraten, da die Zusammenstellung von zwei rechteckigen Bereichen (= Video + PowerPoint) nebeneinander wie auch untereinander im Browser immer nachteilig ist. Und zwar am PC wie auch um so mehr an einem Mobilgerät. Hier wirkt die Zusammenstellung der zwei Elemente per Bildmischer oder Live-Encoder wesentlich besser.

Siehe auch hier.

Typische Livestream-Probleme

Streaming per JVC Stream Kamera

Leider zeigen die JVC Camcorder nur bedingt Fehler oder Übertragungs-Beschränkungen an.

Die Übertragung per UDP ist grundsätzlich kein Problem (RTSP und RTMP sind auch gerne möglich). Jedoch bemerkt die Kamerasteuerung es nicht, wenn die Datenrate zu hoch eingestellt ist. Der Videostream kann nicht in der Geschwindigkeit durch die Leitung übertragen werden, wie neue Daten entstehen. Es stockt, etc. und die Kamera sendet einfach immer weiter.

Dies ist zumindest ein schon häufiger aufgetretenes Problem bei unseren Kunden mit dieser Kamera. Der Flashplayer kann in diesem Fall aus einem unvollständigem Stream mit kleinen Aussetzern gelegentlich noch ein Bild generieren, das kleine Hänger oder Bildfehler enthält. Auf mobilen Geräten bricht die Wiedergabe jedoch ab oder kann gar nicht erst aufgebaut werden.

Falls ähnliche Symptome bei Ihrem Testen bestehen, empfehlen wir im ersten Schritt die Auslösung und Datenrate testweise stark herabzusetzen. Z.B. auf 320x180 Pixel bei 300 kbit/s (0,3 MBit/s). Hier geht es nicht um die Qualität, sondern lediglich darum zu prüfen ob die Übertragung dann funktioniert. Wenn ja, können Sie die Datenrate und Auflösung Schritt für Schritt erhöhen und testen.

Als Bandbreiten-Test können wir die Webseite www.speedtest.net empfehlen. Es sollten mind. 15% der maximalen Upload-Geschwindigkeit als Reserve betrachtet werden. Bei mobilen Verbindungen gerne mehr.

Kompatibilität verschiedener Technologien

Grundsätzlich kommt es bei der Videoübertragung im Internet nicht darauf an welche Technologie die beste ist, sondern darauf welche Technologie im verwendeten Browser des Seitenbesucher zur Verfügung steht.

Beispielsweise ist der "H.265" Codec dem "H.264" überlegen (zuständig für die Kompression bei geringer Datenrate eine hohe Bildqualität zu erreichen). Da H.264 aber in allen modernen Browsern verfügbar ist, H.265 aber nicht, stellt sich die Frage nicht und es wird nach aktuellem Stand H.264 verwendet. Man könnte auch beides parallel anbieten - hierdurch steigt aber der Produktionsaufwand ohne eine für den Nutzer sichtbare Verbesserung. 

Wir unterstützen gezielt die Browser und Geräte die 99% der Internetnutzer verwenden:
Browser Chrome, Firefox, Safari, Internet Explorer und Edge (IE-Nachfolger). Und dies unter Windows, Mac OS X und Linux. Zudem die Browser unter Android, Apple iOS (iPhone, iPad) und Windows Phone. Weniger verbreitete Browser und Systeme funktionieren in der Regel ebenfalls.

Parallel ermöglichen wir alten bzw. veralteten Browsern die Technologien von "vorgestern" weiter zu verwenden. Wenn ein Nutzer beispielsweise einen 8 Jahre alten Browser (ohne Updates) verwendet, kann dieser mit heutiger HTML5 HLS Streamingtechnik nicht umgehen. Man muss diesem Browser den Zugang ermöglichen, der vor 8 Jahren dem damaligen Stand der Technik entsprach. Damals war dies der Adobe Flashplayer.

Besonderheit Internet Explorer 11

Der IE hat hier eine Ausnahmerolle. Während andere Browser weiter entwickelt werden, wurde der IE 11 in mehreren Stufen auf dem alten Stand gelassen. Und zwar nicht in Abhängigkeit von der Version 11 (wie der Name besagt), sondern abhängig von der verwendeten Windowsversion.

Der IE11 wurde von Microsoft unter Windows 8.1 und Windows 10 für heutige Videotechnologie weiterentwickelt: konkret die "Media Element" Programmierung für HTML5 HLS Videostreaming. Jedoch NICHT für Windows 7 und Windows 8.0.

Unter diesen älteren Windowsversionen enthält der der IE 11 keine Unterstützung für HTML5 HLS und MediaElement und benötigt somit den Flashplayer für die Wiedergabe von Livestreams. Dies war zum Erscheinungszeitpunkt um 2011 auch ganz normal und in allen damaligen Browsern der Fall. Die anderen Browser wurden jedoch weiterentwickelt, der IE11 nur ab Win 8.1

Für Dateistreaming gibt es eine Ausweichmöglichkeit. Diese kann individuell für Sie konfiguriert werden, beinhaltet aber technische Nachteile gegenüber den sonstigen Streamingvorteilen (unter anderem in der Contentsicherheit).

Dies ist keine Frage des Streamingservers, sondern der technischen Möglichkeiten des Browsers.

Internetverbindung Live-Streaming

Diverse Informationen zu "Internetverbindung Live-Streaming"

Internetverbindung Live-Streaming

Internetleitung und Qualität von Live-Streaming

Die Auflösung bezeichnet die Anzahl von Pixeln in Breite und Höhe aus denen ein Videobild besteht. Damit hieraus aus "bewegtes Bild", also ein Film/Video entsteht, muss das gezeigte einzelnen Bild z.B. 25 mal in der Sekunde gegen ein neues ersetzt werden. Das menschliche Auge nimmt dies als Bewegung war.

Je höher die Auflösung, je feiner, detaillierter und schärfer kann der Videostream wirken. Je höher ist jedoch auch der Datenverbrauch des laufenden Streams. Der Internetanschluss bei Ihnen vor Ort (um das Videos zum Streamingserver zu senden = "Upload") als auch für den Abruf beim Zuschauer muss entsprechend viele Daten übertragen können.

Die verwendete Kamera muss die gewünschte Auflösung auch in hoher Bildqualität ermöglichen und das Display beim Zuschauer muss diese Auflösung auch anzeigen können. FullHD (1920x1080 Pixel, genannt "1080p") bzw. HD (1280x720 Pixel, genannt "720p") sind heute der übliche Standard. 

Je nach Kamera verwenden Sie 25 oder 30 Bilder in der Sekunde ("fps" = Frames per Second). Es sind auch 50 bzw. 60 fps möglich, führen bei ca. 10-20 Prozent der Zuschauergeräten aber zu gelegentlichen Rucklern aufgrund der Leistungsfähigkeit der Hardware. 

Wir geben Ihnen bei der Einrichtung von Ihrem Kundenaccount viele hilfreiche Tipps und unterstützen Sie auch gerne beratend, um die optimale Auflösung und Datenrate und Qualität für Ihre Liveübertragung(en) zu ermöglichen.

Benötigte und real vorhandene Geschwindigkeiten

Damit Ihr Live-Video in guter Qualität bei den Zuschauern angezeigt werden kann, muss der Videostream einmalig durch das Nadelöhr Ihrer eigenen Internetverbindung zum Streamingserver übertragen werden. Hierfür ist die UPLOAD-Geschwindigkeit von Ihrer Verbindung relevant (nicht die Download-Geschwindigkeit).

Maßeinheit Kbit/s und MBit/s:

  • Je nach Encoder wird die Datenrate in "Kbit/s" bzw. "kbps" (beides Kilobit je Sekunde), oder "MBit/s" (Megabit je Sekunde) angegeben.
  • Typische Datenraten liegen heute zwischen 1000 und 6000 Kbit/s und somit zwischen 1 und 6 Mbit/s.
  • Möchten Sie den Datenverbrauch berechnen: 1 Mbit/s entspricht ca. 7,5 MB je Minute bzw. 0,5 GB je Stunde.
    6 Mbit/s entsprechen somit 6 x 7,5 = 45 MB je Minute bzw. 6 x 0,5 GB = ca. 3 GB je Stunde.

Ein "DSL-16000" Anschluss hat beispielsweise eine Downloadrate von 16.000 Kbit/s und eine Upload Geschwindigkeit zum Senden von 2400 kbit/s. Zumindest auf dem Papier – real wird oft weniger erreicht.
Ein "VDSL 50.000 oder 100.000" Anschluss hat in der Regel eine Upload-Kapazität von mind. 10 Mbit/s. 

Vor einer Livestream-Übertragung sollten Sie den realen Upload unbedingt testen. Siehe nächster Punkt unten. 
Von der ermittelten Upload-Datenrate sollten maximal 80% verwendet werden, da Ihr Live-Encoder den gewünschten Wert nicht exakt erreicht, sondern je nach Bildinhalt leicht bis stark schwanken wird.

Leider gibt es auch Schwankungen über Stunden oder Tage auf der vorhandenen Leitung. Ein Extrembeispiel ist LTE. Hier kann ein Verbindungstest maximale Geschwindigkeiten anzeigen, aber 2 Stunden später steht nur noch ein Bruchteil hiervon zur Verfügung, da weitere Nutzer über den selben Sendemasten das Internet nutzen.

 

Sie können Ihre Upload-Geschwindigkeit z.B. über diese Seiten testen:

https://www.speedtest.net
https://www.speedcheck.org/de
https://www.wieistmeineip.de/speedtest

Beispiel aus der Praxis: der Download ist recht konstant, der Upload schwankt aber während der Messung zwischen 6 und 16 MBit. Relevant für das Livestreaming ist nicht der Gesamtdurchschnitt von 9 Mbit/s als Ergebnis, sondern der bei den Schwankungen tiefste Wert von ca. 6 Mbit/s.

Eine weitere Einschränkung: leider sind die Ergebnisse von einem Speedtest manchmal einfach falsch. Wenn wir von einem unserer Büros per Unity Media mit realen 150 MBit/s Down und 12 Mbit/s Up die Geschwindigkeit messen, zeigen manche Tests auch mal einen Upload von 580 MBit/s Upload an. Hier können wir nur empfehlen bei einer neuen oder unbekannten Leitung mehrere Tests mit verschiedenen Speedtest-Anbietern durchzuführen.

 
Technische Feinheiten:

  • Leider schwerer zu messen ist der Packet-Loss: verlorene Datenpakete. Es ist sowohl im eigenen Netzwerk aber insbesondere auch im Internet "normal", das mal ein Datenpaket nicht ankommt, erneut angefragt wird und dann noch einmal verschickt werden muss. Beim Download einer Webseite per HTTP/HTTPS merkt man dies gar nicht.

    Bei wackligen LTE Verbindungen oder nicht optimal verlegten SDSL Standleitungen (oder auch Kabelbruch, nicht sauber angeschlossene Stecker, usw.) kann dies zu einem größeren Problem für Livestreaming werden. Dann haben Sie trotz guter Geschwindigkeitsmessungen eine miserable Leitung für Livestreaming. (Wir können dies teilweise kompensieren in dem wir den Eingangs-Buffer für die Livestream-Daten auf dem Streamingserver erhöhen, um fehlerhafte Datenpakete neu anzufragen. Dies hilft deutlich weiter.)

  • Relevant ist auch der "IP-Overhead". Zusätzlich zu den reinen Streamdaten die im Live-Encoder kodiert und gesendet werden, verbraucht gleichzeitig auch das Protokoll Daten. D.h. Anweisungen welche Datenpakete jetzt kommen, die Reihenfolge, Prüfsummen, Rückmeldung das ein Paket nicht korrekt angekommen ist und erneut übertragen werden muss, etc. In der nächsten Protokollschicht kommt das selbe für die darunter liegende TCP/IP Schicht noch einmal: Daten für Paketbeschreibungen, Prüfsummen, Rückmeldung über erneut zu übertragende Pakete, etc. Dies ist ganz normal im Internet und gilt auch für HTTP/HTTPS Verbindungen.
    IP-Overhead bei Streaming: Für IP-Overhead zieht man ca. 15-20% von der Gesamt-Datenrate ab für eine stabile Stream-Datenrate. Wenn der Anschluss im Gesamtschnitt 9 MBit/s aber zeitweise nur 6 MBit/s hochladen kann, dann stehen gesichert 6 Mbit/s minus 20% =  4,8 MBit/s als Datenrate für den Videostream (inkl. Audio) zur Verfügung. Diese 4800 kbit/s werden als maximalwert im Live-Encoder eingetragen.

Zusätzlich wissenswert:
Internetverbindung Live-Streaming

Livestream-Datenraten, Auflösung und Videoqualität

Wie viel Daten Ihr Stream benötigt hängt von zwei Faktoren ab: der eingestellten Auflösung und dem Bildinhalt von Ihrer Übertragung.

  • Auflösung
    Eine 1080p "FullHD" Auflösung verwendet 1920x1080 Pixel. Also ca. 2 Millionen Pixel.
    Ein 720p Stream (1280x720px) hat nur ca. 1 Millionen Pixel.
    Ein 360p Stream (640x360px) hat nur 0,26 Millionen Pixel.
    Um diese Pixel mit guter Bildqualität und Schärfe auch bei Bewegungen deutlich darzustellen, wird eine immer höhere Datenrate benötigt, je höher die Auflösung gewählt wird.

  • Bildinhalt
    Wenig bewegte Inhalte wie ein Redner vor ruhigem Hintergrund benötigen für eine gute Bildqualität deutlich weniger Datenrate als ein stark bewegter Inhalt (Fußballübertragung, eine Bühnenshow, Übertragungen aus einem fahrenden Auto, ...).
    Äußerst datenintensiv sind auch feine Details im Bild die sich möglicherweise sogar bewegen (Wasser mit Wellen, ein Baum mit sich bewegenden Blättern, ...).

Je nach Auflösung und Bildinhalt benötigt ein Stream für die selbe visuelle Qualität eine unterschiedliche Datenrate.

Typische Werte für die Datenrate:
  • Die Audiospur sollte als "AAC" oder "mp3" mit 96 bis 192 kbit/s übertragen werden. Wir empfehlen 128 kbit/s.
  • 360p (640x360px), ruhiger Inhalt: 500 kbit/s, komplexe Inhalte 1000 kbit/s
  • 480p (854x480px), ruhiger Inhalt: 900 kbit/s, komplexe Inhalte 1600 kbit/s
  • 720p (1280x720px), ruhiger Inhalt: 1500 kbit/s, komplexe Inhalte 4000 kbit/s
  • 1080p bis 4K (ab 1920x1080px), ruhiger Inhalt: 2500 kbit/s, komplexe Inhalte 6000 bis 8000 kbit/s
  • 8000 kbit/s entspricht der maximalen Datenrate auf unseren Streamingserver-Paketen. Nach Vertragsanpassung sind höhere Datenraten erlaubt.


Allgemeiner Tipp: wir raten generell davon ab bei Live-Inhalten Datenraten höher als 6000 kbit/s, maximal 8000 kbit/s zu verwenden. Bitte bedenken Sie, dass die Daten bei den Zuschauern sehr schnell und ohne langes Zwischenspeichern ankommen müssen. Bei mobilen Abrufen wird das monatliche Datenvolumen ggf. in wenigen Minuten verbraucht. 

Zu bedenken für eine 4K Auflösung:
Internetverbindung Live-Streaming

DSL-Anschlüsse und die typischen Datenraten

Typischerweise lädt ein DSL-Anschluss Daten viel schneller herunter als das er diese senden kann (Download schneller als Upload). Zudem ist ein DSL-Anschluss oftmals nicht exakt so schnell wie es der Vertragname suggeriert.

Typische Geschwindigkeiten:
DSL-6000

6 MBit/s Download, 500 kbit/s Upload

DSL-16000

16 MBit/s Download, 1000 kbit/s Upload (neue Anschlüsse: 2400 kbit/s Upload)

VDSL-25000

25 MBit/s Download, 2500 kbit/s Upload (neue Anschlüsse: 10.000 kbit/s Upload)

VDSL-50000

50 MBit/s Download, 10 MBit/s Upload (neue Anschlüsse: 20.000 kbit/s Upload)

VDSL-100000

100 MBit/s Download, 40 MBit/s Upload

 

Internetverbindung Live-Streaming

Mobile Übertragung: 3G, LTE, 5G

Die Datenraten per 3G (UMTS), LTE oder sogar 5G sind heute sehr gut! Bei gutem Empfang am Übertragungsstandort leistet bereits 3G eine sehr gute Uploadrate von über 1000 kbit/s. LTE und 5G nochmals deutlich mehr.
Zu empfehlen sind laut unserer Erfahrung die Deutsche Telekom und Vodafone als Anbieter.

Sie sollten jedoch beachten, dass die Verbindungskapazität a) vom jeweiligen Standort abhängt und b) sich ggf. verringert wenn viele Nutzer mit ihren Smartphones in der näheren Umgebung ebenfalls die Funkzelle verwenden. Beispielsweise in einem Stadion oder auf einem Messegelände. Denn es ist in diesem Fall nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeit vom Mobilgerät bis zum Funkmast entscheidend, sondern bei Örtlichkeiten mit sehr vielen Nutzern entscheidet auch die Anbindung des Funkmast - mit welcher Geschwindigkeit dieser ans Internet angebunden ist.

Sie können die Upload-Geschwindigkeit mit Apps auf Ihrem Mobiltelefon testen. Eine App wäre z.B. "Speedtest" (für iOS, für Android). Verwenden Sie einen UMTS/LTE-Router mit Zugriff über einen PC, können Sie diese Webseite zum Testen verwenden: http://www.speedtest.net/

Sehr hohe Datenraten auf Mobilgeräten verbrauchen aber die typischen, monatlichen 1-5 GB Inklusive-Datenrate der meisten Mobilverträge innerhalb von wenigen Minuten.

Internetverbindung Live-Streaming

Satelliten-Übertragung

Mittlerweile sind auch Satelliten-Verbindungen erschwinglich geworden. Manche Anbieter bieten z.B. einen Upload von über 5.000 kbit/s von fast jedem Punk in Europa als Flatrate für etwa 90 Euro monatlich an. Benötigt wird nur eine ausgerichtete Satellitenschüssel mit Sat-Modem (300 Euro).

Zu beachten ist:
a) Bei manchen Anbietern kann gegen eine Gebühr eine garantierte Leitungsgeschwindigkeit gebucht werden. Bei anderen teilen sich alle gerade aktiven Nutzer (über den Satellit) die verfügbare Gesamtkapazität.

b) Bei starkem Regen oder Schneefall wird die Verbindung beeinträchtigt sein oder ganz abbrechen. 

c) Falls Sie die Satelliten-Schüssel mobil mitführen und am Übertragungsort aufstellen möchten, muss von diesem Ort aus in eine festgelegte Himmelsrichtung die Sicht frei sein. Hier dürfen dann weder Gebäude noch Bäume stehen.

Wenn ein höheres Budget zur Verfügung steht ist ein angemieteter Satelliten-Wagen eine Option. Hier wird mit gebuchten Kapazitäten, deutlich höheren Datenraten und höherer Sendeleistung gearbeitet und somit Punkt a) und b) ausgeglichen. 

Live-Streaming per Smartphone & Tablet

Generelle VOR- und NACHTEILE einer Liveübertragung per Smartphone oder Tablet:

Vorteile:

Nachteile:

Screencast: Live-Übertragung von Ihrem Bildschirm

Bei Live-Übertragungen soll oftmals auch parallel Powerpoint oder der Desktop als Livestream übertragen werden. 

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder eine Software "filmt" den Bildschirm und überträgt diesen live, oder es wird eine Hardware verwendet die das Signal vom Beamer/Monitor-Kabel kopiert und als Videoquelle wie eine Kamera in den Live-Encoder einspielt.

Die beiden Möglichkeiten im Detail:

Software Lösung (Variante 1)

Wir empfehlen "Wirecast" (von Telestream, 695 Dollar/570 Euro) oder die "Open Broadcaster Software" (Open Source, kostenfrei) um den Bildschirminhalt zu "filmen" und live zu übertragen.
In beiden Softwarelösungen können Sie auch zusätzlich eine externe Kamera (mit dem Redner) zu einem Bild live zusammen schneiden. Sowohl Bild-in-Bild als auch wie eine Live-Regie wechselnd hin- und her schalten. 

Die Herausforderung besteht in diesem Fall darin, das der Redner der die Powerpoint (etc.) bedient, (der seine Konzentration auf den Inhalt seiner Rede/Lehreinheit/etc. richtet), hier gleichzeitig an die Live-Übertragung denken muss.
Steuert er sie auf dem selben Bildschirm, muss wiederum darauf geachtet werden, das die Zuschauer diesen Bildschirmbereich nicht sehen können.
Wenn er diese Software nur einmalig startet und am Ende beendet, ist dies noch möglich. Er kann jedoch nicht gleichzeitig zwischen Kamera und Bildschirminhalt sinnvoll hin- und her wechseln!

Hardware-Lösung (Variante 2)

Das Videosignal vom PC (Powerpoint, etc.) kann per DVI/HDMI-Kabel an einen Beamer oder zweiten Monitor ausgegeben werden. Dies kann jeder PC und Laptop.

Die Ausgabe erfolgt heute zu 99% per DVI oder HDMI. Tipp: das ist ein unterschiedlicher Stecker, ist aber technisch fast identisch. D.h. ein Adapter von DVI auf HDMI ist ein simpler Stecker (5 Euro).

Dieses Bildsignal vom HDMI-Kabel nimmt eine kleine Hardware-Box entgegen (bzw. "schleift es durch", so dass das Original-Signal noch auf dem Beamer oder Monitor angezeigt werden kann) und stellt dieses z.B. per USB-Kabel einem PC zur Verfügung. Auf dem PC erscheint das Bildsignal wie eine angeschlossene Live-Kamera. Diese kann dann in der Live-Encoder Software verwendet werden.

Eine solche Box gibt es in verschiedenen Ausführungen:

  • Markführer ist Firma "Black magic design" mit den Geräten: Intensity Pro, Intensity Shuttle, ... Informationen und Shop
  • "Grabber" auch für VGA-Signale, etc. bietet bespielsweise Epiphan an.

Vorteile:

  • Der sendende PC (z.B. direkt auf der Bühne inkl. PowerPoint) wird nicht durch eine mitlaufende Software belastet.
  • Der Livemitschnitt kann ohne Umwege an eine Bildregie zur weiteren Verarbeitung ausgegeben werden.
  • Als Live-Encoder kann sowohl eine Live-Encoding Software wie auch externe Hardware-Encoder verwendet werden.
    Beispielsweise um eine Powerpoint zusammen mit dem Redner (verkleinert im Bild) zusammen zu schneiden und als Livestream auszugeben.

Software Sonderlösung (Capture)

Die bekannten und weit verbreiteten Screen-Capture Tools zeichnen den Desktopinhalt leider nur auf, um diesen als Videodatei zu speichern. Gefragt ist in diesem Fall eine Lösung die den Desktop live als "Kamera" im System anbietet, so das Live-Encoder darauf zugreifen können.

Beispielsoftware:

  1. webcammax (Win)
  2. manycam (Win + OS X)
  3. camtwiststudio (OS X, nicht getestet)
  4. xsplit (Win)

TV Sender - Livestreaming und Dateistreaming

Für bestehende Sendanstalten

Bereits ausgestattete TV-Sender können Ihre Videosignale direkt an uns senden (Push) oder wir holen diese bei Ihnen ab (Pull) und übernehmen die technische Onlineausspielung für Sie. Verschiedene Übertragungsprotokolle, inkl. Transcodingmöglichkeiten (HD>SD>mobil) stehen zur Verfügung.
Als Zielplattform unterstützen wir alle verbreiteten Webbrowser, Flashplayer, Streaming zu Tablets und Smartphones bis zum IPTV-Receiver bzw. Smart-TV.

Sie wollen einen eigenen TV-Sender im Internet starten?

Technik:

Für entstehende TV-Plattformen, lokale TV-Sender wie auch Spezialsender z.B. als Krankenhaus-TV bieten wir ebenfalls eine perfekte Plattform zur kostengünstigen Ausstrahlung über das Internet.

Hierfür können wir verschiedene Lösungen zum Aufbau von einem Sendebetrieb empfehlen:

Rechtliches:

Wenn Sie regelmäßig einen Livestream im Internet veröffentlichen, sollten Sie klären ob eine formelle Zulassung (Sende-Lizenz) für Ihr Angebot benötigt wird. Wir können keine Rechtsberatung anbieten, möchten aber auf die groben Richtlinien der Medienanstalten hinweisen.

Grundsätzlich frei von einer Zulassung sind "Telemedien". Hierzu gehört insbesondere das Videoangebot per Dateistreaming.

Im wesentlichen ist von einer notwendigen Zulassung auszugehen, wenn diese Punkte alle auf Ihr Angebot zutreffen:

  1. Das Angebot wird live übertragen.
  2. Ihr Angebot läßt sich von mind. 500 Zuschauern zeitgleich abrufen. Dies gilt bei uns für alle Tages- und Monatspakete ab 500 Zuschauer sowie für alle Traffic- und Guthabenpakete. (Auf Wunsch können wir alle Streamingpakete auf 499 Zuschauer begrenzen.)
  3. Ihr Angebot wird "journalistisch-redaktionell" gestaltet.
  4. Ihr Angebot ist zeitlich vorhersehbar (z.B. über einen festen Sendeplan).
  5. Ihr Angebot besteht nicht aus Inhalten die gegen Einzelentgelt freigeschaltet werden.

Nähere Informationen finden Sie auch hier: http://www.die-medienanstalten.de/themen/zulassung.html
Insbesondere § 2 Begriffsbestimmungen, letzter Punkt (3).

Interessant ist unter anderem auch §54 Rundfunkstaatsvertrag. Per Google-Suche sehen Sie aktuelle Rechts-Beiträge hierzu.

Gut gefallen hat uns die Besprechung von Heise Online hier (YouTube Link).

Video-Konferenz und Online-Meeting

Unsere Streamingserver Pakete sind nicht für Video-Konferenzen und Meetings mit direktem sprachlichen Austausch der Teilnehmer untereinander optimiert. Für dieses Anwendungsszenarien gibt es "Meeting- und Konferenzsoftware" wie Zoom,  Skype bzw. Microsoft Teams, Jitsi, etc.

Unterschied: Es ist hier zwischen "Streaming von einem Video an viele Zuschauer" und "Meeting/Konferenzschaltung weniger Zuschauer untereinander" zu unterscheiden. 

Technisch handelt es sich beide male um "Streaming", aber die Realisierung führt bei beiden Lösungen zu deutlichen Vor- und Nachteilen gegenüber der anderen und lässt sich nicht frei mischen. Es lässt sich aber ein Meeting mit manchen Teilnehmern abhalten und die Masse an Zuschauern guckt passiv per Streaming zu.

 

Merkmale Meeting / Konferenzschaltung:

a) Die visuelle und sprachliche Qualität schwankt (und befindet sich qualitativ am untersten Ende der Skala).
b) Die zeitliche Verzögerung schwankt während der Übertragung, ist aber gering (0,5 bis 1,5 Sek.). 
c) Bei vergleichbarer Bild- und Tonqualität liegt die Datenrate ca. 2-4x höher als bei unserem Streaming.
d) Sie übertragen über Cloud-Anbieter. In der Regel über das Ausland und teilweise nicht datenschutzkonform (DSGVO).

Bei unseren Streamingpaketen gibt es eine andere Ausrichtung. D.h. es sprechen keinen Personen per Video und Ton mit einander. Der Fokus liegt auf dem Senden von Ihrem Videostream an 100, 1000 oder auch 10.000 Zuschauer.

Es werden Protokolle verwendet die in jedem aktuellen Browser laufen (inkl. Mobilgeräte). Hierdurch erreichen Sie eine konstante, fest eingestellt, verlässliche Qualität. In der Regel kann bei geringerer Datenrate mit sichtbar besserer Bild- und Tonqualität übertragen werden.
Zudem läuft unser Streaming auf allen verbreiteten, heute aktuellen Geräten, Browsern und Betriebssystemen. Zudem laufen bei uns alle Streamingpakete über deutsche Server, ohne fremde Cloud, alle Rechte bleiben bei Ihnen und Inhalte werden von uns nicht überwacht, sondern geschützt!

Je nach Ihren Anforderungen entscheiden Sie sich für die für Sie passende Lösung. Das eine ist ideal um beidseitig zu kommunizieren (Konferenzschaltung). Das andere ist ideal (und qualitativ weit überlegen) für eine Übertragung von einem Stream zu hunderten oder tausenden Zuschauern.

Unsere Streamingpakete lassen sich natürlich ebenfalls mit Chat und Feedback-Modul erweitern, um Rückfragen von den Zuschauern zu ermöglichen.

Zoom Meetings datenschutzkonform übertragen [Lösung]

Ein Kombination von Streamingserver mit der Zoom-Plattform ist ebenfalls möglich. Wenn Sie möchten, können Sie Livestreams (Meetings!) direkt aus Zoom heraus zu Ihrem Streamingaccount bei uns senden.

Beispielsweise führen Sie ein Interview, eine Pressekonferenz oder eine Gesprächsrunde des Vorstand per Zoom. Per Kombination mit einem Streamingserver bei uns können hunderte oder auch tausende Zuschauer den Inhalt verfolgen, ohne zu einem Meeting eingeladen zu werden, ohne Softwareinstallation, ohne Durcheinander oder Aufwand bei der Meeting-Koordination, ohne Hänger und Stocken. Das Streaming ist wesentlich komfortabler für IT und Zuschauer.

Die Netzwerk-Kapazitäten der Zuschauer bzw. von Ihrem Firmennetz werden ggf. weit weniger beansprucht. Denn Sie können mit Live-Transcoding verschiedenen Qualitäten und Auflösungen parallel anbieten. (Z.B. für Nutzer per Mobilfunk oder zur Senkung der Bandbreite in Ihrem Firmennetzwerk.)
Zudem gibt es hierdurch keine Probleme mit dem Datenschutz, da Sie selber als Firma mit eigenen Inhalten und Mitarbeitern Zoom nutzen dürfen, aber außenstehende Personen nicht von Zoom erfasst werden. Statt dessen greifen die Zuschauer auf Ihren Streamingserver bei uns zu, und alles läuft 100% datenschutzkonform gemäß DSGVO.

Streaming- und IP-Kameras

Streaming-Kameras

JVC Professional bietet mehrere Camcorder an, die selbstständig live streamen können. Insbesondere der GY-HM200E ist hier hervorzuheben. 

Es wird von diesen Kameras keine separate Encoding-Hardware und auch keine Live-Encoder Software auf dem PC benötigt um live übertragen zu können. Die Kamera überträgt direkt über Ihr WLAN zum Streamingserver. 

Bereits während der Entwicklung und Markteinführung haben wir JVC mit einem Pilotprojekt begleitet. Die Kameras arbeiten per UDP-Stream (Live Push, MPEG-TS Transportstream). Die neuen Modelle unterstützen auch Streaming per RTMP.
Die Verbindung zum Internet wird per WLAN aufgebaut. Ggf. können Sie einen LTE, 3G/UMTS Router verwenden bzw. Ihr Smartphone als WLAN "Tethering" Hotspot) verwenden.

Alle unsere Streamingserver Pakete unterstützen die GY-HM200E, GY-HM650 und vergleichbare Kameras.

IP-Kameras (Netzwerkkamera)

IP-Kameras stammen ursprünglich aus dem Überwachungsbereich und sind in der Regel fest installiert. Oft mit Möglichkeiten wie PTZ zur ferngesteuerten Bewegung/Drehung der Kamera, etc.

Für Live-Streaming dienen sie sowohl der Übertragung von Stränden, Skipisten, öffentlichen Plätzen bei Stadtfesten, etc. als auch für die Übertragung von z.B. Sitzungsräumen die nur eine feste Kameraeinstellung für das Rednerpult benötigen.

Marktführender Hersteller ist Axis mit einer sehr breiten Auswahl von unterschiedlichsten Modellen. Bei der Auswahl von IP-Kameras sollten Sie darauf achten das die Kamera H.264 Streaming (RTSP) unterstützt als auch Audio übertragen kann (Mikrofone sind bei vielen Modellen nicht vorhanden).

Empfehlenswerte Hersteller:

  • Axis (Marktführer)
    Typische Abruf-URL: rtsp://IP:554/axis-media/media.amp
  • Abus (OEM Kameras, teilweise ein "weicheres" Bild als bei Axis)
    Typische Abruf-URL: rtsp://IP:554/video.h264

RTSP Abruf per IP oder DynDNS einrichten

Dies ist eine Anleitung für Einsteiger. Sie ist hierzu etwas länger, aber dafür leicht verständlich.

Damit der Streamingserver einen RTSP-Stream von Ihrer IP-Kamera "abholen" kann, sind drei Schritte notwendig.

A) Als erstes benötigen Sie eine erreichbare Adresse im Internet. Vergleichbar der Domain "www.video-stream-hosting.com": diese Adresse führt zu einem Webserver der diese Webseite an Ihren Browser überträgt. Eine RTSP-Adresse führt aus dem öffentlichen Internet zu Ihrer IP-Kamera.

Für den Zugriff per RTSP-Adresse benötigt Ihr Internetanschluss entweder eine feste IP-Adresse oder Sie benötigen eine DynDNS-Adresse.

B) Als zweites muss Ihr Internet-Router eingerichtet werden.

Anfragen aus der Internet werden normalerweise pauschal blockiert. In diesem Fall soll der Aufruf der RTSP-Adresse aber an Ihre IP-Kamera weitergeleitet werden, damit diese den Videostream bereitstellen kann. Wie erfolgt die Verbindung zwischen Ihrem Router und der IP-Kamera?

Angenommen die IP-Adresse oder DynDNS-Adresse entspricht der weltweiten Adresse von einem Gebäude = Ihr Router. Dann wird Ihre Post weltweit zu Ihrem Gebäude/Router geliefert und muss danach noch der richtigen Wohnung innerhalb des Gebäude zugeordnet werden. Hierfür gibt es den "Port".
Der Port führt zu der IP-Kamera innerhalb von Ihrem Netzwerk (statt zu allen anderen mit dem Router verbundenen Geräten).


Eine IP-Kamera "hört" für RTSP auf den Port 554!
 

Sie öffnen hierfür die Einstellungen von Ihrem Router (z.B. per Eingabe "fritz.box" in Ihrem Browser) und erstellen eine Port-Weiterleitung.

Beispiel Einrichtung:
Fritzbox Oberfläche > Internet > Freigaben > Register Portfreigaben
"Gerät für Freigaben hinzufügen" wählen:

Dies führen Sie zwei mal durch: einmal für Protokoll TCP und einmal für UDP. Der Port 554 und 10000 bleibt beide male unverändert!

Falls Sie mehrere IP-Kameras einrichten möchten, verwenden Sie bei jeder Kamera erneut "Port an Gerät: 554", jedoch für "Port extern gewünscht" jeweils eine höhere Portnummer wie z.B. 11000, 12000, usw.

Der Port wird der IP bzw. der DynDNS-Adresse mit "Doppelpunkt Portnummer" angehängt. Die RTSP-Adresse lautet nun:

rtsp://20.40.55.20:10000   (... weiteres siehe Punk C)
rtsp://ihrfirmenname.dyndns.org:10000  (... weiteres siehe Punk C)

 

C) Die RTSP-Adresse führt nun inkl. Portnummer direkt zu Ihrer IP-Kamera. 
Jetzt muss noch die Kamera passend auf die Anfrage reagieren.

Leider gibt es hier keinen Standard, sondern jeder Kamerahersteller hat sich selber etwas neues einfallen lassen.Im Fall von IP-Kameras des Marktführer, Firma Axis lautet der benötigte Anhang der URL "/axis-media/media.amp". Wie dieser Anhang bei Ihrer Kamera lautet, kann Ihnen das Handbuch der Kamera verraten. Ggf. auch eine Google-Suche nach "rtsp herstellername".

Die komplette RTSP-Adresse lautet nun:

rtsp://20.40.55.20:10000/axis-media/media.amp
rtsp://ihrfirmenname.dyndns.org:10000/axis-media/media.amp

TEST
Sie können den Videoabruf beispielsweise mit dem kostenfreien VLC Player testen:
Menü Datei > Netzwerk öffnen > Eingabe der RTSP-Adresse

Sollte nach einem Benutzernamen + Passwort gefragt werden, ist dies in der Konfiguration Ihrer Kamera so eingerichtet worden. (Wir benötigen dann ebenfalls diese Daten um den Stream abrufen zu können.)

Servereinrichtung
Bitte senden Sie uns die RTSP-Adresse(n) Ihrer Kamera(s). Wir nehmen die Konfiguration von Ihrem Account vor und stellen Ihnen einen Player für Ihre Webseite zur Verfügung.

Welchen Umfang haben unsere Landingpages?

Bieten Sie umfangreiche, individuelle Webseiten-Gestaltungen an?

Als führende Video Stream Hosting Firma konzentrieren wir uns darauf, unseren Kunden zuverlässige und qualitativ hochwertige Streaming-Dienste zu bieten. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Bereitstellung von optimierten Landingpages, die speziell auf die Bedürfnisse von Videostreaming zugeschnitten sind. Wir verstehen, dass einige unserer Kunden auch nach umfangreicheren Webdesign-Lösungen suchen, die individuelle Screendesigns beinhalten. Derzeit bieten wir solche umfassenden Webdesign-Services nicht an.

Unser Angebot umfasst jedoch folgende Optionen für Landingpages: